Die Gemeinde - Portrait – Uetze gestern und heute - Geschichte

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4 Die Gemeinde Geschichte Die Gemeinde Uetze kann mit ihren Ortschaften auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken. Bereits im Jahre 1021 wird die Ortschaft Uetze erstmals urkundlich genannt. Die Ortschaft Uetze beging 1996 feierlich ihr 975-jähriges Jubiläum. Schwüblingsen konnte vor wenigen Jahren auf ein 925-jähriges Bestehen zurückblicken. Die Ortschaften Dollbergen, Eltze und Hänigsen stellten in den Jahren 1976 und 1977 mit den 750-Jahr-Feiern ihre Geschichte und traditionelle Bedeutung heraus. Nach alten Urkunden hat Uetze seinen Namen von den Gutsherren »von Uttensen«, die zum Geschlecht der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg gehörten. Einige Jahrhunderte später nannten sich die Nachkommen „von Uetze”. Sitz dieser Gutsherren war der „Junkernhof”. Dieser Junkernhof ist zusammen mit dem ehemaligen Hotel „Zum Neuen Garten” und einem Haus an der Stauwiese eines der ältesten Gebäude, die heute noch erhalten sind. Das älteste, vor wenigen Jahren mit viel ehrenamtlichem Engagement restaurierte Gebäude der Gemeinde Uetze befindet sich in Wackerwinkel. Dabei handelt es sich um ein Zwei-Ständer-Kübbungshaus aus dem Jahr 1596, das in Absprache mit dem Heimatbund Uetze besichtigt werden kann. Die wechselvolle Geschichte des Gebietes der heutigen Gemeinde Uetze ist eng mit den jeweiligen Herrscherhäusern verbunden. Gehörte Uetze bis in das 17. Jahrhundert den Welfenherzögen zu Braunschweig-Lüneburg, so wechselten sich französische Besatzungszeit, Zugehörigkeit zum Königreich Hannover und nach der Schlacht bei Langensalza 1866 zu Preußen ab. Die gutnachbarlichen Beziehungen zwischen den Ortschaften waren ausgeprägt. So ist in alten Chroniken zu lesen, dass sich die Einwohner der Ortschaften im 30-jährigen Krieg gegenseitig Hilfe leisteten, um ihre Dörfer gegen die „streifenden kriegerischen Parteien” zu schützen. Wie sehr sich die Uetzer Einwohner in Notzeiten zur Wehr setzen konnten, zeigt ein Vorfall aus dem Jahr 1627. Als die Einwohner im 30-jährigen Krieg wieder einmal ausgeplündert wurden, zwang die Not zu einem Überfall auf die Truppe des Wallenstein, der sie mit dem Mut der Verzweiflung die Beute wieder abnahmen. Die geschichtliche Entwicklung der Ortschaften der heutigen Gemeinde Uetze zeigt viele Gemeinsamkeiten. So wurde das gesamte Gebiet land- bzw. forstwirtschaftlich genutzt. Daneben kann noch das Handwerk, das auf eine autarke Sicherstellung des Grundbedarfs der Einwohner ausgerichtet war, ebenso wie der Handel auf eine jahrhundertealte Tradition verweisen. Erste industrielle Ansätze gab es aufgrund der Kali-, Salz- und Erdölvorkommen in der Ortschaft Hänigsen in der Mitte des letzten Jahrhunderts. Portrait – Uetze gestern und heute Wochenmarkt in Uetze Der Fluss Erse Junkernhof in Uetze


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